| Ort der Ausführung: | Schweiz, Europa |
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| Zeitraum: | Sept 2023 - Okt 2024 |
Standortbedingungen
Am Standort wurde früher eine Walzerei betrieben. Durch die industrielle Nutzung gelangte Walzöl unter die Bodenplatte. Hierdurch kam es zu einer erheblichen Belastung des Untergrundes mit Walzöl. Mobile, aufschwimmende Ölphase wurde in den vergangenen Jahrzehnten abgeschöpft. In Summe wurden in zwei Jahrzehnten mehrere hunderte Liter Öl zurück gefördert. Der Öl-Austrag war in den letzten Jahren rückläufig.
Thermische Ölphasensanierung (TISS-EOR) mit dem THERIS-Verfahren
Für die thermische Ölphasenmobilisierung (TISS-EOR) mit dem THERIS-Verfahren wurden mehrere Heizelemente in Boden und Grundwasser eingebaut. Insgesamt wurden etwa 150 m² behandelt. Die Sanierungsmaßnahmen umfassten:
Besondere Herausforderungen:
Sanierungsergebnis und Bewertung
Die thermische Ölphasenmobilisierung erwies sich als äußerst effizient und wirtschaftlich. Durch die gezielte Erwärmung des Untergrunds auf etwa 50°C wurde die Fließfähigkeit der Ölphase erheblich gesteigert. Hierdurch wurde u.a. Ölphase aus dem Kapillarsaum mobilisiert.
Innerhalb von nur 6,5 Monaten wurden mehr als 830 Liter Ölphase (ca. 700 kg) sowie 165 kg Kohlenwasserstoffe über die Porenluftabsaugung entfernt. Dies entspricht mehr als 40 % des gesamten Austrags der über 20-jährigen Sanierungslaufzeit – und das in einem Bruchteil der Zeit.
Die spezifische Energieeffizienz lag mit 80.000 kWh Stromverbrauch für die Beheizung des Untergrunds auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Energieverbrauch pro kg entfernten Schadstoffs betrug also ca. 93 kWh/kg.
Der gezielte Einsatz thermischer und hydraulischer Maßnahmen ermöglichte eine nachhaltige und kosteneffiziente Sanierung, die konventionelle Methoden in ihrer Effektivität deutlich übertrifft. Durch die gezielte Entfernung der mobilisierten Ölphase wurde nicht nur die unmittelbare Belastung erheblich reduziert, sondern auch das Risiko zukünftiger Einträge ins Grundwasser minimiert.
Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
| Verfahren: | Grundwasserprobenahme aus bestehenden Messstellen, Planung neuer Messstellen, Betreuung neuer Messstellen |
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| Gutachterliche Leistungen: | Grundwassermodellierung |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, Dual Phase Extraction, Phasenförderung über Pumpsysteme, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) |
| Fläche: | 150 m² |
| Behandlungsverfahren: | Aktivkohlefiltration, Phasentrennung |
| Schadstoffe: | Benzin, Diesel, Heizöl (MKW) |
| sonstige Technische Bedingungen: | Datenspeicherung online, Phasenhebesystem |
| Tiefenlage der Belastung: | 4 m |
| Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: | Altlasten |
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| Erkundungsstufe: | Sanierungsdokumentation |
| Erkundungsmethoden: | Pumpversuche, Analytik |
| Medien: | Bodenluft, Grundwasser |
| Planungsstufe: | Ausführungsplanung, Machbarkeitsstudie |
| Nutzungsart: | Sanierungsbrunnen |
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| Atemschutz: | Gasfilter |
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| Schutzmaßnahmen: | Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen, Arbeiten in kontaminierten Bereich gemäß DGUV-R 101-004 |
| In-Situ-Verfahren: | Dual phase extraction, Enhanced Oil Recovery (EOR), Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) |
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| Sanierungstiefe: | 4 m |
| Kubatur: | 600 m³ |